Weltklasse im Club

Wimbledon: Jan-Lennard Struff gewinnt Fünf-Satz-Krimi

Autor: Olaf Sorge

London. In Wimbledon hatte Jan-Lennard Struff die Niederlage gegen den starken kroatischen Aufschläger Ivo Karlovic mit 0:2 Sätzen bereits vor Augen. Doch der Haller Bundesligaprofi drehte das Match und darf sich jetzt auf einen besonderen Gegner freuen: Roger Federer.

Erstmals in seiner Karriere in der dritten Runde eines Grand Slams

Nach einem knapp vierstündigen Duell riss der Davis-Cup-Spieler Struff strahlend beide Arme nach oben. In einem packenden Fünf-Satz-Krimi hatte der Warsteiner Karlovic mit 6:7(7), 3:6, 7:6(4) 7:6(4), 13:11 niedergerungen. Zum Lohn schaffte er bei seiner 20. Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier erstmals den Einzug in Runde drei.

Die Statistiken zeigen am Ende ein gewaltiges Match auf: 61 Assen des 39 Jahre alten 2,11-Meter-Hünen Karlovic war Struff mit deren 31 begegnet und in der gesamten Partie gab es letztlich zwei Breaks. „Ich hätte noch weiter spielen können. Körperlich ging es mir gut“, meinte Struff anschließend mit einem Augenzwinkern. Der 28-Jährige freut sich nun auf „eines der größten Matches“ seiner Karriere gegen „den größten Tennisspieler aller Zeiten“. Zuletzt hatte Struff dem Schweizer bei den Australian Open im Januar gegenübergestanden und dabei ebenso klar verloren wie bei der ersten Begegnung bei den GERRY WEBER OPEN 2016: „Ich werde mir einen Plan zurecht legen“, so Struffs Botschaft.

Foto: TC Blau-Weiss Halle