Weltklasse im Club

Trotz Punktverlust kein Haller Frust

Autor: Olaf Sorge

Auch wenn nach der freitäglichen Hitzeschlacht am Abend ein 3:3 Unentschieden am Scoreboard stand und dies nicht das Wunschergebnis gegen Badwerk Gladbach war: Halles Bundesliga-Team fährt ohne Frust in den Krefelder Stadtwald.

"Uns fehlte ein Spitzenspieler; die Jungs die da waren, haben alles gegeben", bilanzierte Thorsten Liebich. "Struffi" spielte bis zum Samstagnachmittag um den Einzug ins Doppelfinale am Hamburger Rothenbaum, das er an der Seite von Ben McLachlan knapp in drei Sätzen verpasste. Robin Haase und João Sousa saßen noch im Doppelwettbewerb in Gstaad fest. 

Ja, und der Nikoloz Basilashvilli will es jetzt wissen und steht am Sonntag bei den German Open in Hamburg gegen Leonardo Mayer im Finale. "Über diese Erfolge freuen wir uns an der Weststrasse natürlich auch."

Und mit einem Tag Abstand muss man sagen, dass der Freitagskader sich sehr achtbar geschlagen hat, umso mehr, wenn man sich die doch teilweise sehr weit auseinander liegenden ATP-Rankings ansieht. Hätte, hätte, Fahrradkette... So stellte auch Gladbachs Teamchef Hendrik Schmidt kurz vor den Doppeln fest: "Wir hätten uns über ein 0:2 nach den beiden ersten Einzeln nicht beschwert." Demzufolge gibt es auch keinen Grund, die moralisch bestens aufgelegte Truppe groß zu verändern. Thorsten Liebich reist mit den Jungs daher relaxt nach Krefeld und rechnet nur noch mit Thiemo de Bakker, der vom Challenger in Tampere kommend zum Team stoßen soll. 

Weitere personelle Überlegungen stehen nicht an. "Wir haben noch zwei Heimspiele und wollen uns dort vor unserem Publikum gebührend zeigen", erklärt Liebich. Beim derzeitigen Tabellenzweiten in Krefeld können die Blau-Weißen am Sonntag frei aufspielen: "Es geht jetzt darum, den Rest der Saison ordentlich zu Ende zu spielen."