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Team Hämmerling TuS Sennelager holt Remis in Krefeld

Autor: Frank Hofen

Die Zielsetzung vor dem 7. Spieltag lautete für das Team Hämmerling TuS Sennelager beim HTC Blau-Weiss Krefeld >Verlieren verboten<. Als dann die Begegnung am Krefelder Stadtwald beendet war, war die Vorgabe umgesetzt: Man hatte nicht verloren. Doch gewonnen wurde auch nicht. Letztlich reichte es nur zu einem 3:3 Unentschieden. Die Ostwestfalen bleiben somit weiterhin Schlusslicht in der Tabelle.

Unentschieden in Krefeld: Bringt die Ostwestfalen aber nicht weiter

Gleichwohl gab es an an diesem Sonntag einen Gewinner, der erst knapp 12 Stunden vor Beginn der Begegnung von Kitzbühel aus kommend in der Seidenstadt eingetroffen war: Arthur Rinderknech. Der Franzose hat sich mittlerweile zu einer sportlichen Größe auf der ATP World Tour entwickelt und ist mittlerweile zu einem Top 100-Mann gereift.

Gegen den niederrheinischen Gastgeber eröffnete der 26-jährige Rinderknech die Begegnung als Nummer eins seiner Mannschaft und er traf auf den erstmals eingesetzten drei Jahre älteren Stefano Travaglia (ATP 88). Der Italiener startete furios mit Satzgewinn. Doch je länger die Auseinandersetzung andauerte, umso spielerisch wacher wurde Hämmerlings Topspieler. Da er den Matchtiebreak knapp für sich entscheiden konnte, reichte sein 2:6, 7:5(5) 11:9 Erfolg zum zwischenzeitlichen 1:1. Zuvor hatte sich Jozef Kovalik (ATP 131) dem glänzend aufgelegten Italiener Marco Cecchinato (ATP 83) in zwei Sätzen geschlagen geben müssen.

Die Ausgeglichenheit beider Mannschaften setzte sich in den beiden weiteren Einzelbegegnungen fort. Mit Federico Gaio (ATP 149) schickten die Hausherren ihren dritten Italiener in die Partie, der auf Manuel Guinard (ATP 265) traf. Für den 25-jährigen Franzosen war dies die Saisonpremiere, und die Hoffnungen auf einen Einzelsieg waren gegeben. Sein Satzgewinn nährte die Hoffnungen, doch daraus wurde leider nichts. Das knappe 6:4, 4:6, 6:10 den Krefeldern einen weiteren Punkt ein. Der an Nummer vier spielende Norweger Durasovic musste sich dem Gast Daniel Cukierman in drei Sätzen geschlagen geben. Der mit einem französischen Pass ausgestattete Israeli präsentierte sich in bester kämpferischer Verfassung. Am Ende der Begegnung schlug das Pendel für das Team Hämmerling aus, denn das 6:3, 4:6, 10:6 bedeutete ein Remis nach den vier Einzeln.

Für die Doppel brachten beide Teams zwei Doppelspezialisten auf die rote Asche: Beim Gastgeber kam der 35-jährige Simone Bolelli (ATP-Doppel 35), der bereits die Nummer acht der ATP-Doppel-Weltrangliste war, und Marc Renner stellte den elf Jahre jüngeren Jan Zielinski (ATP-Doppel 132) auf. Der aus Bologna stammende Bolelli trat mit Federico Gaio an und sie hatten das Hämmerling-Duo Cukierman/Zielinski als Kontrahenten. Während deren sportliche Auseinandersetzung noch andauerte, hatte das französische Duo Rinderknech/Guinard in zwei Sätzen ihr Team Hämmerling mit 3:2 in Führung gebracht. Doch die Hoffnungen auf einen doppelten Punktgewinn für die Ostwestfalen erfüllten sich nicht, denn eine Zweisatzniederlage bracht schlussendlich das Unentschieden zustande.

Bildzeile: Erst in der späten Samstagnacht war Arthur Rinderknech von Kitzbühel aus kommend in Krefeld eingetroffen, am sonntäglichen Spieltag jedoch hellwach. Der 26-jährige Franzose überzeugte bei seinem Saisondebüt für das Team Hämmerling TuS Sennelager mit seinen Siegen im Einzel und im Doppel. Agentur Klick