Weltklasse im Club

Team Hämmerling Sennelager vor dem "Premierenball"

Autor: Frank Hofen

Der Bundesliga-Aufsteiger Team Hämmerling TuS Sennelager ist nach dem Rückzug von Blau-Weiss Halle das sportliche Aushängeschild der Region Ostwestfalen-Lippe. Doch wo liegt denn überhaupt Sennelager? Das fragen sich zweifelsohne die tennisinteressierten Fans, denn bis dato hat dieser Tennisverein nur ein regionales Standing gehabt.

Zur geografischen Einordnung nur so viel: Sennelager ist ein Stadtteil von Paderborn und liegt am nördlichen Stadtrand. Die Innenstadt ist etwa acht Kilometer von der Tennisanlage des Mehrspartenvereins TuS Sennelager entfernt. Doch beim TuS - die Vereinsgründung erfolgte bereits 1910 - wird nicht gespielt, denn der rund 80 Mitglieder umfassende Club hat nur eine beschauliche kleine Anlage mit drei Plätzen. Daher werden die vier Heimspiele beim Paderborner TC Blau-Rot (Hermann-Kirchhoff-Straße 51, 33102 Paderborn) aufgeschlagen, der mit seiner parkähnlichen Anlage der passende Rahmen für die 1. Bundesliga ist.

Die Liga kann für uns starten - Riesige Vorfreude auf Sonntag!

Als 53. Verein, seit Gründung der Tennis-Bundesliga 1972, ist der Ligadebütant Team Hämmerling TuS Sennelager ein bundesweit unbeschriebenes Blatt. Aufzuweisen haben die Ostwestfalen bis dato sieben Aufstiege in Serie und die endete letztjährig als Tabellen-Erster in der 2. Bundesliga Nord. Begonnen hat die sportliche Entwicklung 2012, und aus der Westfalenliga heraus entstand eine derartige Dynamik, welche nun in der 1. Tennis-Point Bundesliga seine Fortsetzung findet. Maßgeblich beeinflusst hat diese Entwicklung Ralf Hämmerling als 2. Vorsitzender. Der 62-jährige Unternehmer, auch beim Fußball-Bundesligisten SC Paderborn engagiert, ist mit seinem in Sennelanger ansässigen Unternehmen >Hämmerling Group< im Handel und in der Logistik tätig. Der Firmeninhaber beschäftigt rund 500 Mitarbeiter und erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von rund 120 Millionen Euro. Seine unternehmerische Philosophie >Geht nicht, gibt´s nicht< gilt nun auch für sein Bundesliga -Team.

Positiver Faktor für die ganze Stadt

„Die Vorfreude auf Sonntag ist riesig“, so Ralf Hämmerling, „und angesichts der Herausforderung stellen wir uns natürlich viele Fragen, doch noch haben wir keine Antworten. Wir haben aber den Weg eingeschlagen, den wir jetzt gehen, und darauf freuen wir uns. Die Frage die mich am meisten beschäftigt, ist die, wie viel Zuschauern kommen zu unseren Heimspielen?“ Eine Antwort darauf wird der kommende Sonntag geben, wenn zum Bundesligaauftakt der Deutsche Meister Grün-Weiss Mannheim erstmals eine Visitenkarte in Paderborn abgibt. „Es ist schon eine beeindruckende Geschichte, die der TuS Sennelager geschrieben hat. Die Tennis-Bundesliga ist für uns als Stadt zweifelsohne ein sportliches Aushängeschild“, sagt Dirk Happe (Leiter Paderborner Sportservice) der felsenfest davon überzeugt ist, „das wird sich positiv auf die Stadt auswirken.“

In der Sportstadt Paderborn ist die Unterstützung groß

Die Zuversicht und die Unterstützung in der Domstadt ist groß, denn neben dem SC Paderborn bekennen sich die Basketballer ebenso zum Team Hämmerling wie der Paderborner Squash Club um seinen Spitzenspieler Simon Rösner. Demzufolge werden bei den Heimspielen immer einige Sportler zu Gast sein und angesichts des großen werblichen Auftritts im Vorfeld rechnet Ralf Hämmerling mit bis zu 1.000 Zuschauer pro Heimspiel. Die entsprechenden Stahlrohrtribünen hat die Stadt zur Verfügung gestellt, so dass Ralf Hämmerling positiv vermerkt: „Paderborn bezeichnet sich als Sportstadt und mit ihrer Unterstützung hat sie dazu beigetragen, dass wir den geforderten Bundesliga-Standard bieten können. Wir haben alles gemacht, was man machen muss, die Liga kann starten.“

Bildzeile: Dieses Quartett des Team Hämmerling TuS Sennelager freut sich auf das erste Heimspiel gegen den Deutschen Mannschaftsmeister Grün-Weiss Mannheim (von links): Marius Kur (Coach) Matthias Wittig (1. Abteilungsvorsitzender), Ralf Hämmerling (Namensgeber/Hauptsponsor) und Marc Biermann (1. Vorsitzender Paderborner TC Blau-Rot. © hofmedia

Antoine Hoang und Coach Markus Kur