Weltklasse im Club

Team Hämmerling bei den US Open in New York

Autor: Frank Hofen

Hubert Hurkacz (POL) vom Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager muss sich bei den ab dem 31. August in New York stattfindenden US Open dem 31-jährigen Peter Gojowczyk (ATP 126) vom TC Großhesselohe stellen.

Am Grand Slam Turnier US Open, welches mit 2,165 Millionen US-Dollar Preisgeld dotiert ist und ohne Zuschauer stattfinden wird, nehmen fünf deutsche Tennisprofis teil. Das sportliche Spektakel findet vom 31. August bis 13. September statt. So trifft die deutsche Nummer eins, Alexander Zverev (ATP 7), auf den Südamerikaner Kevin Anderson (ATP 124) und der Warsteiner Jan-Lennard Struff (ATP 34) muss zunächst gegen den Spanier Pedro Martinez (ATP 105) antreten. Philipp Kohlschreiber (ATP 74) spielt in der 1. Runde gegen den Kanadier Vasek Pospisil und Dominik Koepfer (Grün-Weiss Mannheim) hat den spielstarken US-Amerikaner Taylor Fritz (ATP 124) zugelost bekommen. Der fünfte Name der deutschen Tennisprofis ist der 31-jährige Peter Gojowczyk (ATP 126) vom TC Großhesselohe. Er steht in der ersten Runde Hubert Hurkacz vom Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager gegenüber.

Der 23-jährige Pole, Nummer 29 der ATP-Weltrangliste, war für das ostwestfälische Team als neue Nummer eins für die Saison 2020 gemeldet. „Hubi hätte uns sicherlich sportlich in diesem Jahr weitergebracht“, so Teamchef Marc Renner, „was jedoch im nächsten Jahr sein wird, können wir heute noch nicht planen.“ Des Weiteren sind mit den beiden Slowaken Norbert Gombos (ATP 109) und Jozef Kovalik (ATP 121) sowie dem Inder Sumit Nagal (ATP 122) drei weitere Hämmerling-Profis im 128er Hauptfeld vertreten. Der 30-jährige Gombos trifft auf den für Grün-Weiss Mannheim spielenden Mazedonier Radu Albot (ATP 67), sein slowakischer Landmann Kovalik muss das Auftaktduell gegen den US-Amerikaner Maxime Cressy (163) bestreiten. Der indische Davis Cup-Spieler Nagal tritt gegen Bradley Klahn (ATP 128/USA) an.

Bildzeile: Hämmerlings Nummer eins, der Pole Hubert Hurkacz, trifft bei den US Open auf den deutschen David Cup-Spieler Peter Gojowczyk vom TC Grosshesselohe. © Jürgen Hasenkopf

 

Arthur Rinderknech mit Turniererfolg

Vor Ausbruch der weltweiten Corona-Epidemie hatte der Franzose Arthur Rinderknech geradezu einen sportlich bemerkenswerten Aufschwung, und er konnte mit dem ATP Ranking 161 seine beste Platzierung aufweisen. Aktuell scheint der 25-Jährige an diese Erfolgsspur wieder anknüpfen zu können. So zumindest seine aktuelle Bilanz. In der tschechischen Metropole Prag fanden nacheinander zwei mit jeweils 137.560 Euro Preisgeld dotierte ATP Challenger statt. Arthur Rinderknech konnte bei den bestens besetzten Turnieren - der schweizerische US Open-Sieger von 2016, die ehemalige Nummer drei der Welt Stan Wawrinka (ATP 15), war jeweils topgesetzt - überzeugen. Auch wenn der Franzose beim ersten Turnier im Einzel im Achtelfinale dem Kölner Oscar Otte (ATP 215) mit 2:6, 3:6 unterlegen war, gab es ein zufriedenstellendes Happy End. Mit dem 29-jährigen Landsmann Pierre-Hugues Herbert (ATP 68) bildeten sie ein spielstarkes Duo, welches sich mit dem Titelgewinn belohnen konnte. Im Finale gab es einen ungefährdeten 6:3, 6:4-Sieg gegen die mit einer Wild Card ins Turnier geholten Tschechen Zdenek Kolar (Team Hämmerling TuS Sennelager) und Lukas Rosol vom Rochusclub Düsseldorf.

Beim in dieser Woche (22. bis 30. August) laufenden Challenger-Turnier waren neben Arthur Rinderknech noch die Sennelager Bundesliga-Profis Jonas Forejtek (ATP 418/Tschechien), Frederico Ferreira (ATP 195/Portugal) und Zdenek Kolar (ATP 224/Slowakei) im 64er Hauptfeld vertreten. Am besten schnitt abermals Rinderknech ab, der unter anderem im Achtelfinale den deutschen Davis Cup-Spieler Daniel Masur (ATP 250/Tennispark Versmold) mit 6:3, 6:3 besiegen konnte. Allerdings musste er danach überraschenderweise im Viertelfinale eine nicht einkalkulierte Niederlage mit 6:0, 6:7(1), 3:6 gegen den Kasachen Dmitry Popko (ATP 176) vom Zweitligisten BASF TC Ludwigshafen hinnehmen. Nach glänzendem Start in die Partie mit einem 6:0-Satzgewinn lief es auch im zweiten Satz recht ordentlich. Als der Franzose jedoch vier Breakbälle zum möglicherweise entscheidenden Satzgewinn nicht nutzen konnte, war zugleich der spielerische Faden verloren gegangen. „Diese Niederlage kann ich mir selber nicht erklären“, so Rinderknech.

 

Manuel Guinard gewinnt ITF Future in Vogau

In der in der Steiermark gelegenen 1.200 Einwohner zählenden Gemeinde Vogau fand in der vorherigen Woche ein ITF Future-Turnier der Doppelkonkurrenz statt. Sennelagers Franzose Manuel Guinard (ATP 301) trat mit dem Deutschen Johannes Härteis (ATP 341/BASF TC Lugwigshafen) an und mit einem finalen 6:4, 6:4-Sieg gegen das französische Duo Sadio Doumbia/Matteo Martineau kamen sie beim mit 25.000 Euro dotieren Preisgeldturnier zum Titelgewinn.