Weltklasse im Club

Sennelager braucht im letzten Heimspiel volle Zuschauerunterstützung

Autor: Frank Hofen

Wer kommt letztlich ins Ziel und wer gerät unmittelbar davor ins straucheln? Am bevorstehenden Wochenende in der 1. Tennis-Point-Bundesliga steht ein Doppelspieltag an und der wird Auskunft darüber geben, wer Meister wird und wer absteigen muss. Das Einzige, was nach sieben Spieltagen feststeht, dass der Tabellenletzte Blau-Weiß Aachen erster Absteiger ist. Gesucht wird noch die zweite Mannschaft, die die Kaiserstädter begleiten muss-

Während die Titelvergabe am Samstag beim Deutschen Meister Grün-Weiss Mannheim im Duell gegen BW Timberland Finance Krefeld entschieden wird, ist die Frage nach dem zweiten Absteiger offen. Fünf von zehn Mannschaften sind darin verwickelt. Das beginnt mit dem Tabellensechsten Team Hämmerling TuS Sennelager (6:8 Punkte), gefolgt von den beiden punktgleichen Teams TC Großhesselohe und fläsh TC Weinheim (beide 5:9) auf den Rängen sieben und acht. Mit einem Punkt weniger auf dem Konto liegt dahinter der Kölner THC Stadion Rot-Weiss (4:10). Ohne Punktgewinn mit 0:14 Zählen sind die Aachener Tabellenzehnter.

 

Volle Unterstützung erbeten: Ziel ist 1000 plus gegen Lambertz

In einer gefühlten komfortablen Situation befinden sich die Paderborner, die in ihrem vierten und letzten Heimspiel am Samstag (Beginn 11.00 Uhr) den zweiten Aachener Bundesligaclub >Kurhaus Lambertz< empfangen. Ein Verein mit großer Tennistradition und das Lambertz-Team spielt seit 2004 in der ersten Tennis-Bundesliga. Sie gewannen in den Jahren 2008/2009 sowie 2011 bis 2013 fünfmal die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Nichts mit dem Abstieg hat der Tabellenvierte (9:5 Punkte) zutun, gleichwohl bietet Aachens Teamchef Alexander Legsding eine spielstarke Formation auf. So könnte der belgische Davis Cup-Spieler Steve Darcis (ATP 195), war bereits die Nummer 38 der Welt, das Team mit dem Deutschen Cedrik-Marcel Stebe (ATP 258), Filippo Baldi (ATP 145), Carlos Taberner (ATP 347), Martin Cuevas (ATP 400) sowie dem Davis Cup-Spieler Tim Pütz (ATP-Doppel 65) und Nils Langer anführen.

 

Couragiertes Auftreten brachte bislang sechs Punkte ein

Dass sich die >Hämmerlinger< auch vor etablierten Namen nicht verstecken müssen und ihnen davor auch nicht bange ist, haben sie eindrucksvoll bewiesen. Sechs Punkte auf der Habenseite sind der Beweis für couragiertes Auftreten. „Wir glauben immer an unsere Chancen“, so Namensgeber Ralf Hämmerling, „und da wir vor der Realisierung unseres Traums stehen, den Klassenerhalt zu ermöglichen, müssen wir Samstag noch einmal alles mobilisieren.“ Dabei hat der Paderborner Unternehmer nicht nur seine Tennisprofis im Blick, gemeint sind auch die Besucher: „1000 plus“, ist das Ziel, „denn wenn wir weiterhin Tennisspitzensport in Paderborn haben wollen, benötigen wir die entsprechende Unterstützung unserer Zuschauer.“ Unterstützung bekommt das Team Hämmerling TuS Sennelager vom renommierten Paderborner Squash Club, der mit 15 Titeln Deutscher Rekordmeister ist. „Paderborn ist eine Sportstadt und dass dies so bleibt, unterstützen wir mit unseren Sportlern auch die anderen Sportarten“, sagt Geschäftsführerin Anna Wedegärtner, die mit ihre prominenten Squashern Simon Rösner, Nicolas Müller, Lennart Osthoff, Lucas Wirths und Cederic Lens dabei sein wird.

Die sportliche Herausforderung wollen Teamchef Marc Renner und Coach Marius Kur mit einer spielstarken Formation bestehen und demzufolge werden um 11.00 Uhr bei der Mannschaftspräsentation auf der roten Asche des Centre Courts Norbert Gombos (ATP 118), Frederico Ferreira Silva (ATP 277), Dragos Dima (ATP 353), Ivan Gakhov (ATP 222), Arthur Rinderknech (ATP 319), Manuel Guinard ATP 296), Jan Zielinski, David Pel, Philipp Scholz, Marcin Matkowski (ehemals ATP-Doppelranking 7) sowie Julius Hillmann und Louis Dietze stehen.

Foto: Einschwören auf das Ziel Klassenerhalt beim Team Hämmerling TuS Sennelager vor den letzten Spieltagen in der 1. Tennis-Point Bundesliga mit (von links) Dragos Dima, Marius Kur (Coach), Julius Hillmann, Marc Renner (Teamchef), Jan Zielinski, Frederico Ferreira Silva und Physiotherapeut Sascha Naerger. © Agentur Klick