Weltklasse im Club

Rot-Weiss siegt im Rheinischen Derby

Autor: Sussan Karimi

Gegen Düsseldorf zu gewinnen findet man als Kölner ja immer schön, in diesem Fall waren es aber auch noch zwei wichtige Punkte in Richtung Klassenerhalt und Bundesliga 2019.

Die Liga 2018 ist unberechenbar, Einschätzungen im Vorfeld über den kommenden Gegner schwer abzugeben. So auch im Spiel gegen den Tabellenzweiten Rochus Club Düsseldorf. Das Team aus der Nachbarstadt kam an Position 1 und 2 stark besetzt, aber nach hinten stellte es sich nach Verfügbarkeit auf. Zu viele gute Spieler noch im Turnierwettbewerb, der Fluch der Freitagsspiele. Dieser traf auch die Rot-Weissen, denn Benoit Paire konnte nach später Doppelniederlage am Donnerstagabend nicht mehr anreisen. Seine nächste Destination ist Washington. In der schönen Domstadt werden wir ihn wahrscheinlich erst 2019 wiedersehen, denn jetzt beginnt die Turnierserie in Amerika. Die Vorbereitung auf das nächste Major. Auch der fliegende Holländer Wesley Koolhoof spielte beim Turnier in Hamburg so erfolgreich, dass es ohne ihn im Doppel klappen musste.

Der Spieltag: Dustin Brown und Kimmer Coppejans starteten zeitgleich, Präsentation und jeglicher Schnickschnack wurde der Hitze geopfert. Keiner sollte länger auf dem Court verbringen, als nötig. Guter erster Satz, Führung von 3:0 im zweiten und schon hatte der Tag sein erstes Hitzeopfer. Dustin Brown, zwar äußerlich Jamaikaner, aber was die Hitzebeständigkeit anging dann doch eher Schwede, hangelte sich über den zweiten Satz, den er ein bisschen neben sich stehend verlor. Match Tiebreak zu Hause konnte dann noch einmal mit dem nötigen Adrenalin gewonnen werden. 1:0 RW. Kimmer Coppejans ging in seinem ersten Heimspiel 2018 über unnötig lange und energieziehende Ballwechsel, gewann und wirkte relativ frisch. Oscar Otte tat sich gegen Pedro Sousa im ersten Satz schwer, kam dann langsam ins Rollen und gewann in zwei Sätzen. Sousa musste dann später im Doppel verletzt aufgeben. Auch Santiago Giraldo brauchte einen Satz Anlauf, Satz zwei war dann ohne Gegenwehr für ihn.

Das Ergebnis von 5:1 zwar relativ klar, aber auch hier wieder zwei Spiele im Champions Tiebreak. Am Ende waren alle glücklich, dass sie den so heißen und teils unerträglichen Tag überstanden hatten. Aber die Pause ist nur kurz, am Sonntag geht es beim TC Fläsh Weinheim weiter, die mit einem starken Line-Up ins Freitagspiel starteten. Next Gen Spieler Caspar Ruud lief zum ersten Mal für die Weinheimer auf, er wird auch am Sonntag gemeinsam mit Luca Vanni, Benjamin Becker (beendete die Karriere von Andre Agassi) und Moritz Baumann antreten. Vom Papier her eine schwere Partie, aber 2018 ist alles möglich. Der fünffache Meister Kurhaus Aachen im Abstiegskampf, verliert am Freitag gegen BW Neuss.

Ob wir Caspar Ruud und seine Freunde ein bisschen ärgern können wird sich zeigen.