Weltklasse im Club

Paire und Fognini in Bundesligaform

Autor: Max Hierl

Benoit Paire kann es, wenn nichts weh tut, der Kopf frei ist. Er will zurück. Da wo er hingehört, in die Top 20. 2016 konnte er als Nummer 18 der Welt sein Career High vermelden. Danach Knieverletzung, Absturz in der Weltrangliste. Es folgten viele Ups and Downs. Das Beziehungsaus mit Sängerin Shy`m führte zu großer Traurigkeit und Unlust auf alles. Letztes Jahr gewann er gegen Novak Djokovic, wollte aber den Schläger an den Nagel hängen. Zu viele Schmerzen, keinen Spaß mehr am Beruf. Im September entschied er sich noch einmal anzugreifen und vertraute sich Patrick Mouratoglou und seinem Team an. Sogar verpöntes Fitnesstraining war mit auf dem Programm. Jetzt kommen sie allmählich, die Früchte der harten Arbeit #hardworkpaysoff. Er braucht visible Veränderungen, um dran zu bleiben, um den Spaß am Tennis wieder zu fühlen. Und die sind gekommen, erster Gewinn eines ATP Turniers in Marrakech, 250 Punkte und rauf in der Rangliste! 

Ob wir Fabio Fognini jemals in Köln begrüßen dürfen, weiß nicht einmal der liebe Gott persönlich. Nachdem der sympathische Italiener in den ersten Runden des ATP-Turniers in Monte Carlo mehrmals an der Klippe hing, in den Abgrund sah und fast schon ausgeschieden war, zog er sich aus eigener Kraft wieder hoch und gewann tatsächlich das gesamte Turnier. Auf dem Weg zum Titel fielen ihm keine geringeren Namen als Alexander Zverev und Rafael Nadal zum Opfer, ein größeres Ausrufezeichen kann man auf Asche wohl kaum setzen. Neues ATP-Ranking ist die 12, wir freuen uns auf die Einkehr von Lichtgestalt Fognini auf Platz M!