Weltklasse im Club

Ostwestfälische Doppel retten einen Punkt in München

Autor: Frank Hofen

Was dieser Punkt vom Team Hämmerling TuS Sennelager beim TC Großhesselohe wert ist, wird man voraussichtlich erst am letzten Spieltag wissen. Aktuell bedeutet er zumindest, dass die Ostwestfalen weiterhin mit einem Zähler Vorsprung vor dem ebenfalls letztjährig aufgestiegenen Südmeister in der Tabelle liegen. Zahlenmäßig heißt das, sie bleiben mit einem 6:8-Punktekonto vor den Bayern mit 5:9 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz.

 

Das letztlich verdiente 3:3 geht auf die großartige Leistung der beiden ostwestfälischen Duos Antoine Hoang/Arthur Rinderknech und Jozef Kovalik/David Pel zurück. Die Resultats-Verbesserung gelang am schnellsten der slowakisch-niederländischen Paarung, wobei ein ausgeruhter David Pel mit seinen fast 2,0 Metern der führende Akteur war. Ihr 7:6(5), 6:4-Erfolg gegen Matthias Bachinger/Lucas Miedler ließ Hoffnungen aufkommen, doch noch etwas Zählbares aus München mitzunehmen.

 

Ostwestfälische Duos Hoang/Rinderknech & Kovalik/Pel holen Unentschieden

Der weitere Doppelsieg der beiden Sennelager-Franzosen war nach zwei Sätzen greifbar nahe. 6:4, 5:4 und eigener Aufschlag, was sollte da noch schief gehen? In diesem zweiten Satz alles, denn trotz der drei Matchbälle kam es zum Satzausgleich. Mehr aber auch nicht. Das Sennelager-Gespann zeigte Moral und Siegeswillen und der letztlich verdiente 6:4, 5:7, 10:5-Sieg sorgte für große Freunde bei den Ostwestfalen. „Vor der Saison haben wir mit zwei Punkten gerechnet“, so ein strahlender 24-jähriger Rinderknech, „jetzt haben wir bereits sechs. Das ist unglaublich.“ Am Ende des Tages gab sich auch Teamchef Marc Renner wieder versöhnlich: „Unsere Einzel waren nicht gut, dass muss man kritisch anmerken. Was sie aber im Doppel gezeigt haben, ist nur mit großartig zu beschreiben.“

 

Auch wenn im Vorfeld der Partie über die Formation der Gastgeber ein Mantel des Schweigens gelegt wurde, gab es bei der Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellung am Sonntagvormittag auf Seiten der Hausherren keine Überraschung. „Damit haben wir gerechnet“, sagt Marc Renner, der seine vermeintlich beste Formation aufgeboten hatte: „Mehr geht personell bei uns nicht.“ Namentlich ist dem Teamchef beizupflichten, sportlich reichte es aber zunächst nicht. Nach etwas mehr als drei Stunden Spielzeit lagen die Ostwestfalen nach den vier Einzeln mit 1:3 im Hintertreffen. Dabei begann die Auseinandersetzung beim Mitaufsteiger aus Sicht des Teams Hämmerling recht zuversichtlich, denn nach den ersten beiden Einzeln stand es zwischenzeitlich 1:1. Der 25-jährige Österreicher Dennis Novak (ATP 119) gewann verdient seine Partie mit 6:1, 6:4 gegen den Slowaken Jozef Kovalik (ATP 326) und im parallel laufenden Match siegte der für Sennelager angetretene Russe Alexey Vatutin (ATP 199) mit 6:1, 6:4 gegen den aus der Steiermark stammenden Sebastian >Ofi< Ofner (ATP 167).

 

Damit war aber das Kontingent der TuS-Siege ausgeschöpft. Der 35-jährige Altmeister Florian Mayer besiegte seinen 13 Jahre jüngeren Kontrahenten mit 4:6, 6:1, 10:3 und für den zweiten Franzosen im Aufgebot des Gastes, Antoine Hoang (ATP 109), verlief das Duell auch nicht viel besser. Der 23-jährige Tennisprofi aus der südfranzösischen Stadt Aix-en-Provence, der mit seiner ATP-Platzierung an den Top 100 der Welt sein derzeit bestes Ranking hat, traf auf den neun Jahre älteren Matthias Bachinger (ATP 125). Der gebürtige Münchner gewann recht schnell den ersten Satz; und in dieser Phase war Hoang anzumerken, dass er bereits auf Hardcourt trainiert und sich auf seine US-Turnierreise vorbereitet. Seine erneute Umstellung auf Asche dauerte so seine Zeit, doch so ganz fand er nicht in seinen Spielrhythmus zurück. Nach drei abgewehrten Matchbällen nutzte der Münchner den Vierten zum 6:2, 2:6, 12:10-Sieg.

 


Nächstes Match: Samstag, 10. August, 11 Uhr
Team Hämmerling TuS Sennelager vs. TK Kurhaus Lambertz Aachen


 

Foto: Das Hämmerling-Duo David Pel (links) und Jozef Kovalik hatte mit einem Zweisatzsieg maßgeblichen Anteil am Unentschieden der Ostwestfalen beim TC Großhesselohe. © Agentur Klick