Weltklasse im Club

Neuzugang Nummer zwei für den Deutschen Meister

Autor: Tobias Becker

Nur eine Woche nachdem bekannt wurde, dass der Tennis-Bundesligist TK Grün-Weiss Mannheim mit Peter Gojowczyk und Daniel Brands zwei Meister-Spieler an Aufsteiger Großhesselohe abgeben muss, stand fest, dass ein alter Bekannter zurück ans Neckarplatt kommt.

Und das ist ein richtig guter Neuzugang: Dusan Lajovic! Der Serbe beendet das Tennisjahr 2018 auf Position 48 der ATP-Weltrangliste und damit der bislang höchsten Platzierung seiner Karriere. Nach Jeremy Jahn, der bereits im Oktober als Neu-Mannheimer feststand, ist "Dutze" der zweite Neue beim amtierenden Deutschen Meister. Teamchef Gerald Marzenell: „Dusan kennt den Grün-Weiss, da er hier schon gespielt hat. Das hilft uns natürlich sehr und wir wissen, dass er in die Mannschaft reinpasst.“ Schon von vor ein paar Jahren spielte der 28-Jährige für den amtierenden Deutschen Meister (2013-2015).

Denjenigen, die damals noch nicht am Neckarplatt zu Besuch waren, ist er vielleicht durch die French Open dieses Jahres bekannt. Dort spielte er in Runde zwei gegen die deutsche Nummer 1 Alexander Zverev und zwang ihn in den fünften Satz (2:6, 7:5, 4:6, 6:1, 6:2). Zuvor zog der Allrounder, der sich auch auf Sand sehr wohlfühlt, beim Masters in Madrid bis ins Viertelfinale ein und erreichte in Lyon das Halbfinale, das er gegen seinen neuen Teamkameraden Dominic Thiem verlor. Marzenell: „Wir freuen uns wahnsinnig, dass Dusan wieder für uns spielt. Er ist ein prima Kerl und ein toller Spieler. Der Kontakt ist über die Jahre hinweg nicht abgebrochen und jetzt passt es einfach wieder.“

Auch Coach Daniel Steinbrenner freut sich auf den Neuzugang: „Wir wissen wie er tickt und das ist extrem wichtig. Er ist ein ruhiger Kerl, aber sehr fokussiert.“ Die Zuschauer können sich auf eine tolle Verstärkung freuen, die auf dem SAP-Center Court alles geben wird. Steinbrenner: „Er ist ein Kämpfer, der einen guten Kickaufschlag hat und von der Grundlinie mit viel Spin agieren kann. Ein intelligenter Spieler.“ Gut, dass es dieses Jahr wieder passt. Marzenell: „Dusan hat uns für zwei, drei Spiele zugesagt. Er spielt genauso oft wie es auch Peter Gojowczyk getan hätte.“
Kleiner Fun-Fact am Rande: Laut ATP ist es dabei eher ein Zufallsprodukt, dass er Tennis spielt. Es sei „die einzige angebotene Sportart für Kinder“ gewesen, heißt es dort auf seinem Spielerprofil.

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