Weltklasse im Club

Neuling TuS Sennelager mit Niederlage in Gladbach

Autor: Frank Hofen

„Die haben halt Topspieler in ihren Reihen, und die können dann in den entscheidenden Momenten ein Match noch drehen“, so Teamchef Marc Renner, „trotz alledem sind wir zufrieden, auch wenn wir einen Punkt mehr verdient gehabt hätten.“

Blickt man nur auf die aktuellen Weltranglistenplatzierungen beim Bundesliga-Neuling Team Hämmerling TuS Sennelager, so ist zahlentechnisch ein deutlicher Unterschied zum Gastgeber Badwerk Gladbacher HTC zu erkennen. Gleichwohl ist das Zahlenwerk der Ranglisten das Eine, die sportliche Herausforderung das Andere. Seine gute spielerische Form von Braunschweig hatte der 26-jährige Slowake Jozef Kovalik (ATP 165) bestens konservieren können und sein 6:3, 6:4-Sieg gegen den deutschen Davis Cup-Spieler Kohlschreiber (ATP 57) brachte den Ostwestfalen eine zeitweise 1:0-Führung ein. „Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden, denn ich habe super gespielt“, so ein strahlender Sieger, „und ich hoffe, dass ich im Verlauf der Saison der Mannschaft noch helfen kann.“


Kovalik besiegt Kohlschreiber • Guinard vergibt Matchball

Was dann folgte ist ein, hätte, wenn und aber. Der erstmals in dieser Saison aufgebotene 23-jährige Franzose Manuel Guinard (ATP 355) hatte Matchball gegen Nedovyesov (ATP 200), doch am Ende musste er sich mit 3:6, 7:6(1), 9:11 geschlagen geben. Zwei Satzbälle hatte Alexey Vatutin (202) gegen den Neu-Gladbacher Robin Haase (ATP 76), konnte diese aber nicht zu seinem Vorteil nutzen, und unterlag in zwei Sätzen mit 1:6, 6:7(4). Glatt ging die Auseinandersetzung zwischen Andrej Martin (ATP 120) und dem Rumänen Dragos Dima (ATP 330) zu Gunsten des Slowaken mit 6:2, 6:2 aus. In den vier Einzel war sicherlich für das Team Hämmerling etwas mehr drin, in den beiden abschließenden Doppeln auch.

Auch wenn das routinierte Duo Kohlschreiber/Haase schnell mit 6:3, 6:3 gegen Kovalik/Pel den siegbringenden vierten Punkt erspielten, wäre in der zweiten Auseinandersetzung zwischen Roman Jabavy/Andrej Martin und Marcin Matkowski/Jan Zielinski durchaus ein Punktgewinn drin gewesen. „Die machen eben dann den Punkt, wenn sie ihn machen müssen“, haderte Renner mit dem Spielausgang. Im Match-Tiebreak lag das TuS-Duo mit 6:3, 7:6 in Führung. Aber dann gab es einen 5:7, 7:6(5), 10:8-Sieg für die Hausherren und die 1:5-Niederlager war für den Aufsteiger besiegelt. Am Sonntag kommt Allpresan Rochusclub Düsseldorf nach Paderborn. Es bleibt abzuwarten, mit welchem Team, - gegen fläsh TC Weinheim hatte Teamchef Detlev Irmler vier Top 100-Profis aufgeboten- , am dritten Spieltag ab 11.00 Uhr auf der Anlage an der Hermann-Kirchhof-Straße in Paderborn aufgeschlagen wird.

 

Bildzeile: Der 22-jährige Russen Ivan Gakhov ist am Sonntag im Team Hämmerling TuS Sennelager gegen Allpresan Rochusclub Düsseldorf im Aufgebot des Aufsteigers. © Agentur Klick